EF Extra 300 EXP 91"

on Mittwoch, 16 Januar 2013. Posted in Bau und Erfahrungsberichte

Es wird größer!

Nachdem ich bereits sehr zufrieden mit den Extreme Flight Modelle 48" Extra / Edge und 60" Extra / Edge bin wollte ich noch etwas größeres. Da bot sich die ganze neue 91" Extra geradezu an.

Da wir ausschließlich Elektrisch fliegen, kommt auch in der 91" Extra ein Elektroantrieb zum Einsatz.

bigger is better

Dimensions EF 91 ExtraEF 91 Setup

So vorab zum Bau 2 Dinge die in den US Foren zu lesen waren und die mir auch begegnet sind:

-Nach Montage der Cowling kann es vorkommen das diese an der Oberseite nicht 100% bündig mit der Firewall abschliesst. Waren bei mir auch ein paar mm. Durch feilen der unteren Arettier-Zapfen an der Firewall (vorsichtig und immer nur wenig wegnehmen und auf Passform testen) ließ sich dies problemlos beheben - Siehe Bild.

Motordom Cowling Fix

Montage Fahrwerk:

Dieser Schritt geht relativ intuitiv von der Hand und ist auch im Handbuch gut beschrieben. Die Zubehörteile sind alle beschriftet:

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Die Achse wird durch das bereits vorgebohrte Loch im Fahrwerk geschoben, 2 Stellringe fixieren das Rad auf der Achse.Der Radschuhe ist entsprechend ausgelegt und wird zwischen Fahrwerksaufnahme und Achsenmutter geklemmt. Die Achse wird dann per Unterlegscheibe und Mutter befestigt. Die Löcher für die 2 Holzschrauben die zur Radschuharretierung dienen sind im Fahrwerk ebenfalls vorgebohrt, somit nur noch Radschuh ausrichten und für die Holzschrauben vorbohren - verschrauben fertig.

Wer die mitgelieferten "Fairings" die dem Erscheinungsbild zur etwas mehr "Scale" verhelfen montieren will, muss diese natürlich vorher komplettieren und auf den Fahrwerksbügel aufstecken. Den Fairings liegt ein Gummischlauch bei der abgelängt, in der Mitte aufgeschnitten und dann auf das Plastikteil aufgelegt werden kann. Einfach auf den Rand des Fairing legen und dann dünnen CA hineinlaufen lassen.

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Im Handbuch wird das Bauteil dann mit Silikonkleber am Rumpf befestigt. Da ich ungerne etwas auf Folie klebe bzw. das etwas unflexibel finde habe ich es mit einem dünnen Streifen 5 Minuten Epoxy am Fahrwerksbügel (natürlich vorher etwas anrauen) befestigt.

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Es geht los mit den Höhenruder-Hälften:

Als erste habe ich die Öffnung für die Hebel der Höhenruderservos freigelegt und "verbügelt".

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Damit das Epoxy nicht in das Gelenk gelangt (100% ist schwer zu verhindern...) kann man vorher einen Tropfen Silikonöl draufgeben, Sonnenblumenöl aus der Küche tut es jedoch auch.

Im Anschluss die vorgebohrten Locher im Höhenleitwerk mit Epoxy füllen, die Gelenke bis ca. zur Hälfte einstecken und das überschüssige Epoxy mit einem Tuch entfernen.
Dann das Gelenk komplett einschieben, überschüssiges Epoxy erneut entfernen. Da es jetzt um die Gelenke etwas ver-"epoxied" aussieht einfach mit ein wenig Alkohol (in meinem Fall Brennspiritus) die Folie und das Gelenk an sich reinigen.
Das Höhenruder zum Test für korrekte Ausrichtung ansatzweise aufstecken, wieder entfernen und die Gelenke dann im 90° Winkel aufstellen und das ganze trocknen lassen.

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Nach ein paar Stunden dann die Höhenruder-Hälften im gleichen Verfahren an die Gelenke kleben.

Beim Höhenruder sollte der Spalt etwas größer bemessen sein falls man doch mal wissen möchte wie sich die möglichen 80° Ausschlag anfühlen , die Ruderspalte verschliesse ich mit Oracover transparent Folie.    

Die Trocknungszeit kann man mit anderen Arbeiten überbrücken. Zum Beispiel ist in der Motorhaube noch eine Kühlluftöffnung freizulegen:

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Nachdem man nun ein Loch geschaffen hat kann man sich mit dem Dremel und etwas Feingefühl nach außen arbeiten und die gewünschte Öffnung schaffen. Nach der Bearbeitung durch den Dremel, mit einer Feile nacharbeiten und die angerauten Kanten danach mit etwas dünnem CA wieder stärken -Fertig.

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Einharzen der Ruderhörner:

Vor dem einharzen sollten die Ruderhörner stets angeschliffen werden, damit der Klebstoff besser greifen kann.

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Folie freilegen und darauf achten das die Aufnahmelöcher der Hörner über dem Ruderspalt liegen, zum Trocknen am besten mit der dazugehörigen Schraube sichern.

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Der Optik zu Liebe können die Ruderhörner gefärbt werden, meine sind nun alle schwarz (Edding reicht). Alle Ruder + Hörner werden auf die gleiche Weise montiert deshalb gehe ich nicht auf jedes einzelne ein. Im Seitenruder ist nach der Montage noch ein Kugelgelenk einzuharzen, dass dann die Führung für das Spornrad aufnimmt. Auch hierbei ist das Kugelgelenk vorher anzuschleifen und im Anschluss ein Loch in die Unterseite des Seitenruders zu bohren.

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Einbau der Emcotec Wing Connectors:


Für Flügelverbindungen setze ich gerne auf die Wing Connectors der Fa. Emcotec. Die Stecker rasten sehr sauber sauber ein und korrekt montiert ist dies eine runde Sache. Im Fall der 91"er Extra kommen diese Steckverbindungen auch am Höhenruder zum Einsatz, da dieses ja ebenfalls abnehmbar ist. Für die Montage muss man sich passende Holzaufnahmen herstellen.

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Einbau Seitenruder-Servo:

Für das Seitenruder habe ich mich für das Futaba BLS157 mit 37KG Stellkraft bei 7,4v entschieden. Die Aufnahme für das Seitenruderservo habe ich mit CFK verstärkt. Als Anlenkung dient ein SWB 4" Offset Servohebel. Die Seile werden später mit Secraft Zubehör befestigt, doch dazu später.

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Auch hier hilft etwas Farbe wieder der Optik. Die Seile werden noch mit Secraft Zubehör befestigt. Doch dazu später.

Da ich leider noch auf meinen Regler warte, der jedoch in den nächsten Tagen eintreffen sollte, gehts mit ein paar Arbeiten am Innenausbau weiter...

Für den Elektroantrieb wird ein Sicherheitsschalter der Fa. Emcotec verwendet (SPS 120A/240A). Über diesen lässt sich der komplette Antrieb zur Sicherheit stromlos schalten und dient auch als Anti-Blitz beim Einstecken der 12S. Zur Schaltung wird ein formschöner Magnetschalter mitgeliefert der im Rumpf dementsprechend montiert wird.

Zum Anzeichnen, den Magnetschalter umdrehen und die Bohrlöcher an der gewünschten Position am Rumpf übertragen:

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Nun einfach die angezeichneten Punkte verbinden und damit die Mitte des zukünftigen Lochs definieren. Loch bohren und ggf. filen / schleifen bis der Schalter saugend in die Öffnung passt, mit den beigelegten Schrauben und Befestigungsring verschrauben:

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Da elektrisch geflogen wird und die LiPo´s ein nicht unerhebliches Gewicht von ca. 1,5-1,6KG mitbringen, sollte die entsprechende LiPo-Aufnahme verstärkt werden. Ich habe hierzu eine 2,5mm Flugzeugsperrholzbrett ausgesägt und die nötigen Mulden für die Klettbefestigungs berücksichtigt. Das Ganze dann noch der Optik halber in Schwarz gefasst und mit Uhu Endfestt 300 verklebt:

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Zum Beschweren in der Trocknungsphase kann man sich etwas einfallen lassen, ich finde bei diesem Bilde bekommt der Begriff "Getränkekiste" eine ganz neue Bedeutung:

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So de le,

nachdem mein Mezon auch da ist, kann es weiter gehen. Der Motordom ist nicht sonderlich lang, somit ist für die Montage des Mezon (wenn man diesen optimal mit den Kühlrippen in den Luftstrom legen will) eine kleine Verlängerung notwendig.

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Die Verlängerung ist aus 2,5mm Flugzeugsperrholz gefertigt. Bevor diese aufgeharzt werden kann ist die unterseite des Doms vorher Plan-zu-schleifen (Halterung für Gas Servo), generell ist an der gesamten Klebefläche zu schleifen, da der Dom mit epoxy vorbehandelt ist.

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Bohrungen für den Motor:

Da bei mir als Elektroantrieb zum Einsatz kommt, musste erstmal die exakte Position für die Bohrungen ermittelt werden (für den Einsatz eines DA-60 gibt es meines Wissens eine Bohrschablone). Dies ist sicher auch per Berechnung zu erledigen, ich wollte das Ergebnis jedoch vorher schon mal optisch begutachten können, deshalb:

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Passendes Einsatzstück erstellt.

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Markierungen am Motordom übernommen.

Gebohrt und ein CFK-Steckungsrohr in der Stärke meiner Motorwelle fixiert.

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Haube drauf, nun kann man einfach den Spinner auf das Rohr stecken und überprüfen.

Erste Probemontage des Q80-8M, sieht gut aus.

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Abstand zur Cowling ist gut geworden obwohl auf dem Bild nicht so gut zu erkennen, an der engsten Stelle knapp 2mm, man erkennt doch sehr gut den vorgegebenen Seitenzug.

Es geht weiter mit dem Innenausbau

Als Stromweiche wird eine Emcotec DPSI-Ampere verwendet, diese nimmt direkt über der Flächensteckung platz.

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In jede Empfängerzuführung wird ein Jeti MUI 30 für Telemetriedaten eingeschleift.

Um mit dem Schwerpunkt hinzukommen (ja der Q80 ist sehr leicht im Vergleich zum Verbrenner), müssen die Empfängerakkus vorne im Dom platziert werden. Dazu habe ich ein paar Bretter eingeharzt auf die dann die Secraft Alu LiPo Halterungen verschraubt werden.

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Für die Montage des Emcotec SPS Sicherheitsschalters wurde im Dom (dieser ist recht kurz) ein kleines Häuschen errichtet.

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Verkabelung des Jeti R18 ist auf diesem Bild zu sehen:

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So sieht es dann mit LiPo´s aus:

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Da ich mehrfach auf die Motormontage angesprochen wurde, hier ein paar ergänzende Informationen. Ich habe den Q80-8M mit Secraft Stand-Offs montiert (50mm + 25mm) dazwischen ist ein weiteres Montagekreuz für den Q80 das ich bei Hacker bekommen habe.

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Zu beachten ist auch noch das die Kontermutter die mitgeliefert wird (mit Bohrung für Spinnerbefestigung) so nicht verwendet werden kann da die Einschraubtiefe zu gering ist. Die Kontermutter muss demnach gekürzt / geöffnet werden.

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Um mit dem Schwerpunkt hinzukommen (ja der Q80 ist sehr leicht im Vergleich zum Verbrenner), müssen die Empfängerakkus vorne im Dom montiert werden. Dazu habe ich ein Bretter eingeharzt auf die dann Secraft LiPo Alu Halterungen verschraubt wurden.
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